Tagestour von Schwäbischer Heimatbund e.V.
Die Reiche des antiken Griechenlands und Roms sind untergegangen – und doch prägen deren kulturelles Erbe und Wissen den Verlauf der weiteren Weltgeschichte, als auch die Kultur der westlichen Welt. Schon im Mittelalter gerieten antike Traditionen nie in Vergessenheit. Karl der Große ist eng mit der so genannten “Karolingischen Reformation” verbunden; er wollte die Architektur, Literatur und auch Wissenschaften wieder aufbauen und orientierte sich dabei an der römischen Antike. Ausgehend von Italien lernte man ab dem 15. Jh. – in einer Zeit des Umbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit – die Überreste
der Antike neu zu schätzen und begann diese in Kunst und Architektur
nachzuahmen: das Zeitalter der Renaissance. Einen weiteren Höhepunkt der
Antikenbegeisterung löste im 18. Jh. die Wiederentdeckung Pompejis aus. Besonders Johann Joachim Winckelmann prägte in dieser Zeit die Rezeption der Antike. Seine Schriften markieren den Beginn der Archäologie als moderne Wissenschaft und beeinflussten wesentlich den Geist des Klassizismus.
Die Tour begibt sich auf Spurensuche durch die Jahrhunderte hindurch und betrachtet dabei unterschiedliche Art und Weisen des Umgangs mit dem antiken Erbe. Die um 900 errichtete Torhalle des Kloster Lorsch stellt ein einzigartiges Beispiel der karolingischen Renaissance dar. In Aschaffenburg lässt sich der Antikenbegeisterung der Renaissance und des Klassizismus an vielen Gebäuden, Sammlungen und Parks nachspüren.
Kloster Lorsch (karolingische Torhalle) – Aschaffenburg (Frührenaissance-Schloss Johannisburg mit Besichtigung der barocken Sammlung von Korkmodellen von Gebäuden des antiken Roms) – Spaziergang zum Pompejanum (idealer Nachbau einer römischen Villa aus dem Klassizismus) – Schloss Schönbusch (klassizistisches Gartenschloss mit herrlichem englischen Landschaftsgarten).
PREIS: € 154,- pro Person
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